Das Quintett WE LOVE TUESDAYS entstand Frühjahr 2007 durch regelmäßige Sessions von Studierenden bzw. Absolventen der Jazzabteilung der Kunstuniversität Graz. Schnell wurde klar, dass das Potential der Formation weit über dem einer durchschnittlichen Jam-Band lag, also war die Gründung einer Band nur der nächste logische Schritt. Seitdem fanden diverse Auftritte statt: So spielte die Band unter anderem beim renommierten Wissenschaftsforum „Forum Alpbach 2007“ in Tirol, bei der Jazzkonzertreihe „Fat Tuesday“ im Schauspielhaus Graz (Ebene III), im Rahmen der Jazzwerkstatt Graz 2008 im Theater am Ortweinplatz, beim Jazzfestival Schloss Porcia in Spittal/Drau sowie bei der diesjährigen II. Grazer Jazznacht. Im Februar 2008 nahm die Band im Studio Weinberg/OÖ ihre erste CD auf, welche im Dezember bei SESSIONWORK RECORDS erscheint. Das Repertoire besteht dabei hauptsächlich aus Eigenkompositionen.
Mitglieder:
SIEGMAR BRECHER – Altsaxophon, Sopransaxophon, Bassklarinette, Komposition
Siegmar Brecher begann sein Studium des Jazzsaxophons im Jahr 2000 an der Jazzabteilung der Kunstuniversitt Graz und war bis zu seinem Abschluss im Juni 2007 auf diesem Institut Schüler von Karlheinz Miklin, Heinrich von Kalnein, Gerald Preinfalk und Don Menza. Zusätzlich absolvierte er 2004/05 drei Semester am Wiener Institut für Popularmusik bei Klaus Dickbauer (Vienna Art Orchestra, Saxofour). Im Herbst 2006 konnte er ein Förderstipendium der Kunstuniversität Graz für einen dreimonatigen Studienaufenthal tin New York nutzen, im Zuge dessen viele Kontakte geknüpft und wichtige Erfahrungen gesammelt werden konnten. Ein essentieller Teil dieses Aufenthalts war auch der Unterricht bei Dick Oatts, einem weltweit anerkannten Jazzsaxophonisten und Pädagogen. (Thad Jones/Mel Lewis Orchestra). Während seines Studiums gründete Brecher im Jahr 2004 sein Quartett „Roundabout“, mit dem er regelmäßig konzertierte und an der Entwicklung eines eigenen Repertoires in Form von Eigenkompositionen arbeitete. Im Jahr 2006 folgte die Gründung des unkonventionell besetzten (2 Stimmen, 2 Holzbläser, Vibraphon/Marimba) Ensembles „Siegmar Brecher’s Merry-Go-Round“, das in den Jazzwerkstätten Wien und Graz aus der Taufe gehoben wurde. Zudem ist Brecher Mitglied des Ensembles „Angela Tröndle & Mosaik“ (Seit 2005). Daneben arbeitet Brecher seit 2004 als Theatermusiker im Schauspielhaus Graz sowie als Mitmusiker in diversen Small- und Big Bands. Im Jahr 2005 gründete Brecher gemeinsam mit dem Bassisten Valentin Czihak im Schauspielhaus Graz die Konzertserie „Fat Tuesday“, die seitdem sehr erfolgreich monatlich die junge österreichische Jazzszene präsentiert .Die Serie geht im Oktober 2008 in ihre vierte Saison und war die Geburtsstätte mittlerweile erfolgreicher Formationen wie „Angela Tröndle & Mosaik“. Im Jahr 2006 folgte dann die Gründung des Vereins „Fat Tuesday“ mit dem erklärten Ziel der Förderung junger, ambitionierter Jazzmusiker. Dieser Verein war im März 2007 unter der künstlerischen und organisatorischen Leitung von Brecher auch Veranstalter der „1. Jazzwerkstatt Graz“, einem einwöchigen Produktionsfestival unter Beteiligung von 15 Ensembles im Theater am Ortweinplatz Graz, das im April 2008 eine erfolgreiche 2. Auflage erlebte. Siegmar Brecher lebt und arbeitet zur Zeit in Wien und Graz.
JAN BALAZ – Tenorsaxophon
Der 1976 in Bratislava/Slowakei geborene Tenorsaxophonist begann mit 8 Jahren seine musikalische Ausbildung an der „Musikgrundschule SK-Bratislava“. Zuvor noch am Altsaxophon stieg er jedoch bald ans Tenorsaxophon um. 1993 gewann er den 1.Preis beim „slowakischen Blasinstrumentwettbewerb“, worauf er ein klassisches Studium am staatlichen „Konservatorium SK-Bratislava“ begann. Hier kam er zum ersten Mal in Kontakt mit Jazz. Balaz besuchte daraufhin zahlreiche Workshops in Italien, Spanien und Deutschland. Im Jahr 2000 schloss er sein Studium in Bratislava ab. Danach wechselte er an die „Universität für Musik & darstellende Kunst Graz“, wo er 2007 mit Auszeichnung abschloss. 2003 wurde er für das europäische Projekt „Swinging Europe“ – The European Jazz Youth Orchestra E.J.Y.O“ ausgewählt, mit welchem er eine Tournee bestritt. Im Moment ist Jan Balaz Mitglied zahlreicher Projekte und Bands im In- und Ausland und lebt in Graz.
MICHAEL LAGGER – Klavier
Bereits im Alter von sieben Jahren entdeckte Michael Lagger sein großes Interesse an der Musik und begann daher Keyboardunterricht an der privaten Musikschule Musicus (Ltg.Viktor Huditz) in Villach zu nehmen. Nach vier Jahren beschloss er, sich dem klassischen Klavier zuzuwenden und wurde an der Bezirksmusikschule Villach in die Klasse Mag. Walter Schneiders aufgenommen. Ab dem Studienjahr 2000/2001 begann er bei Prof. Harald Neuwirth und Prof. Mag. Johannes Brummer (klassisches Klavier) am Kärntner Landeskonservatorium zu studieren. Nach dem Wechsel an die „Kunstuniversität Graz“ vertiefte er seine Studien bei Lehrern wie Prof. Dr. Harald Neuwirth, Prof. Fritz Pauer und Prof. Renato Chicco. Zusätzlich nimmt er nach wie vor am Kärntner Landeskonservatorium bei Prof. Rob Bargad und Prof. Alexei Kornienko (Klassik-Klavier) Unterricht. Aktuelle Projekte: eigenes Jazz-Trio (z.B.: Auftritte beim MM-Jazzfestival St.Pölten, Konzert im Radiokulturhaus Wien), Pianist des Lukas Gabric Quartett (Cd- Präsentation „A Tribute to My Brother“); Pianist der BB-Lienz, Zusammenarbeit mit Hans Lassnig, Michael Erian, Stefan Gfrerer, Jure ukl... Workshops bzw. Privatunterricht bei: John Riley, Armen Domelian (Professoren der New York New School, Jazzworkshop Bassano, August 2004 und 2005), Cedar Walton, Aaron Goldberg, Geoffrey Keezer… Von 30.9.- 6.10. 2006 nahm Lagger an einem internationalen Bandworkshop in der Schweiz teil (Dozenten: Cedar Walton, Lewis Nash, Adrian Mears...etc.) und wurde von einer Jury, welche sich aus allen anwesenden Dozenten zusammensetzte, in die Förderpreisband „Generations 06“ gewählt. Michael Lagger ist außerdem Finalist der Montreux Piano Competition 2008 und Teil der Ö1 Talentebörse.
VALENTIN CZIHAK – Kontrabass, Komposition
Valentin Czihak wurde 1979 in Salzburg/Österreich geboren. Nach dem klassischen Violoncellostudium am Musikschulwerk Salzburg und dem Abschluss am Musischen Gymnasium Salzburg, autodidaktische Ausbildung am Kontra- und E-Bass. Danach lebte Valentin Czihak vier Jahre in Wien. Seit Anfang 2003 Jazzkontrabassstudium an der Kunstuniversität Graz bei Wayne Darling, Christian Berg und Wolfram Abt. Seither als Bassist in Jazz/Klassik sowie in Jazzkomposition/-arrangement im weitesten Sinne tätig. Workshops/Clinics/Lessons mit Peter Herbert, Marc Johnson, Niels Henning Orsted Pedersen, John Hendricks, Renaud Garcia Fons, Dave Santoro,Willi Langer, Christoph Chech, Florian Bramböck,... Konzerte mit: Present Tension, Àngela Tröndle & Mosaik, Sophie Hassfurther Quartett, Quinteto Loco, Louie Austen, Das Ballaststofforchester, Jazzit Stage Orchestra Workshop, NCK Trio, Fritz Pauer, John Hollenbeck, Phil Yaeger, Wolfi Rainer, Heinrich von Kalnein, Patrik Lerchmüller, Christoph Auer, Uli Rennert, Jazz Big Band Graz, Dejan Lapanja, Oliver Fox,... Seit 2004 Musiker am Schauspielhaus Graz. Wirkte u.a. bei Johann Nestroys "Frühere Verhältnisse" 2004/05 und " Das Mädel aus der Vorstadt" 2005/06 mit. Musikalische Leitung bei Dürrenmatts "Der Besuch der alten Dame" 2006/07. Valentin Czihak veranstaltet seit 2005 gemeinsam mit Siegmar Brecher die Konzertreihe "Fat Tuesday" im Grazer Schauspielhaus. Konzertreisen: Frankreich, Italien, Deutschland, Schweiz, Polen, Slowenien, Serbien/ Montenegro, USA,...
REINHOLD SCHMÖLZER – Schlagzeug, Komposition
Reinhold Schmölzer begann seine musikalische Ausbildung an der Musikschule Spittal an der Drau in der Klasse Karl Unterkoflers. Zeitgleich besuchte er auch Klavierunterricht und wirkte in verschiedenen klassischen Orchestern und Jazzbesetzungen mit. Nach der Matura am Oberstufenrealgymnasium mit musikalischem Schwerpunkt absolvierte er während der Grundwehrzeit bei der Gardemusik Wien ein Jahr an der „Privatuniversität Wien“ bei Prof. Walter Grassmann. Danach erfolgte ein Wechsel an das „Kärntner Landeskonservatorium“, wo er 2006 sein IGP-Studium bei Prof. Erich Bachträgel mit Auszeichnung abschloss. Zur Zeit vertieft er seine Kenntnisse an der „Kunstuniversität Graz“ bei Howard Curtis III. Auftritte mit Renato Chicco, Rob Bargad, Michael Erian, Karen Asatrian, Caroline DeRooij, Jure Pukl, Aruan Ortitz, Tonc Feinig.... Zusammenarbeit mit Herwig Gratzer im Stadttheater Klagenfurt beim Musical „Into the Woods“. Seit Herbst 2007 Musiker am Schauspielhaus Graz bei der Produktion „Alice im Wunderland“ unter der Regie von Victor Bodó. 1999 erreichte Reinhold Schmölzer beim Prima La Musica - Landes- & Bundeswettbewerb jeweils den 1. Platz. 2002 erhielt er vom Kiwanis Club Spittal/Drau ein Stipendium. Außerdem gewann er im selben Jahr den „First Austrian Drums and Percussion-Youth-Contest“ in Vorarlberg. 2006 erhielt er ein Förderstipendium der „Kunstuniversität Graz“, um seine Studien in New York City bei international anerkannten Jazzschlagzeugern (Jimmy Cobb, John Riley, Greg Hutchinson, Ralph Peterson, Ari Hoenig, Billy Drummond etc.) zu vertiefen. Seit Herbst 2008 Kompositions- &Schlagzeugunterricht bei John Hollenbeck am Jazzinstitut Berlin.
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